Es ist nicht mehr so, daß der stotternde Patient vor der grundlegenden Therapieentscheidung zwischen Stottermodifikation und Fluency Shaping gestellt wird. Neuerdings gibt es glücklicherweise auch Bestrebungen, beide Verfahren miteinander zu kombinieren. Ich persönlich begrüße diese Entwicklung zu einer sogenannten integrativen Therapie ausdrücklich, weil sie meines Erachtens in hohem Maße die Möglichkeiten fördert, dem Stotternden in seiner Individualität individuelle Hilfen zu geben und möchte deshalb die folgenden Stottertherapieanbieter besonders empfehlen:
Intensiv-Stottertherapie Bonn bzw. Integrative
Therapie Prüß
Rheinische
Kliniken Bonn, Abteilung Neurologie
www.stottertherapie-bonn.de
Die
ITP geht von folgenden Voraussetzungen aus (Zitat aus einer Werbebroschüre der
Klinik): "Die herkömmlichen Therapieangebote lassen sich auf drei grundsätzliche
Konzepte zurückführen:
Diese einzelnen Konzepte werden in ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen bis heute sehr kontrovers diskutiert und für nicht vereinbar gehalten. Die daraus folgende Polarisierung führt dazu, dass die herkömmlichen Therapieangebote an einer wirklichen Integration scheitern. Wir möchten, dass der Stotternde von den Vorteilen aller drei Grundrichtungej profitiert. Deswegen integriert die Therapiekonzeption die drei Grundrichtungen in einer umfassenden Gesamtkonzetion. Dies macht es möglich, dass jeder einzelne Betroffene ein individuell auf ihn abgestimmtes Therapiekonzept aus der Vielzahl unterschiedlicher Methoden und Techniken erhalten kann."
Mehrdimensionale Therapie nach Wolfgang Wendlandt
Elemente:
Körpern, Angst und Vermeidung, Stottermodifikation (z.B. Pseudostottern, pull
out), Sprechmusterveränderung (z.B. resonanzreiche, klangvolle Stimme), Selbstsicherheit
und Persönlichkeit.
Leider verfügt der Begründer der Mehrdimensionalen
Therapie, Prof. Dr. Wolfgang Wendlandt, zum einen über keine eigene Internet Präsenz, zum
anderen sind seine Behandlungen von Stotternden gegenüber Krankenkassen nicht erstattungspflichtig.
Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle die Vielzahl von Logopäden und
Dipl.-(Sprachheil-)Pädagogen allein in Deutschland, unter denen es wiederum
mit Sicherheit etliche gibt, die in ihrer Behandlung stotternder Patienten ebenfalls
einen multifaktoriellen, integrativen Ansatz verfolgen. Solche Therapeuten haben gar nicht
die zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten (geschweige denn eine eigene Webseite
im Internet), um den Kunden in einem ähnlichen Maße auf ihr Angebot aufmerksam
zu machen, wie dies andere Stottertherapieanbieter tätigen. Meine eigene Erfahrung
lehrt mich dabei: Das Angebot mit der besten Werbung muß nicht notwendigerweise
auch die beste Therapie beinhalten. Abgesehen davon, daß die Frage, ob eine
Therapie gut ist oder nicht bzw. ob sie dem Patienten hilft oder nicht letzlich
der Patient nur für sich selbst entscheiden kann.
Um die für ihn geeignete
Therapie zu finden, sollte er keine Kosten und Mühen scheuen, sich vorab ausführlich
zu informieren. Die Kosten werden mit Sicherheit trotzdem noch wesentlich geringer
ausfallen als eine einmal begonnene, sich letzlich als unfruchtbar erweisende
Therapie selbst. Und
die Möglichkeiten Informationen zu bekommen (Telefonat, Besuch mit Vorgespräch, Printmedien,
Beratungsstellen, Internet) sind heutzutage so groß und günstig wie nie zuvor.